Eine PSMA PET/CT kommt vor allem bei Prostatakrebs mit erhöhtem Risiko zum Einsatz, um mögliche Metastasen zu erkennen (Staging). Außerdem wird sie häufig durchgeführt, wenn der PSA-Wert nach einer Operation oder Bestrahlung wieder ansteigt. Weitere Einsatzgebiete sind die Beurteilung des Therapieansprechens sowie die Vorbereitung einer PSMA-Radioligandentherapie.
Im Gegensatz zur klassischen CT liefert die PSMA PET/CT neben anatomischen auch molekulare Informationen. Dadurch können Prostatakarzinom-Herde häufig früher und präziser erkannt werden. Dies ermöglicht eine gezieltere Diagnostik und kann die weitere Therapieplanung entscheidend unterstützen.
Vor der Untersuchung wird ein PSMA-Tracer über eine Vene verabreicht. Nach einer kurzen Wartezeit erfolgt die Bildaufnahme im PET/CT-Gerät. Die Untersuchung selbst ist schmerzfrei und dauert einschließlich Vorbereitungszeit in der Regel etwa zwei bis drei Stunden.
Die Strahlenbelastung setzt sich aus dem PET-Tracer und der CT-Untersuchung zusammen und liegt in einem moderaten Bereich. Der Tracer wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden und verliert seine Radioaktivität innerhalb kurzer Zeit. Ihr behandelndes Team informiert Sie über mögliche Verhaltenshinweise nach der Untersuchung.
Die Untersuchung wird derzeit nicht direkt in unserer Abteilung durchgeführt. Wir arbeiten jedoch eng mit spezialisierten nuklearmedizinischen Zentren zusammen. Die Bilddaten werden uns digital zur Mitbeurteilung übermittelt und können bei Bedarf im interdisziplinären Tumorboard besprochen werden. Wenn Sie bei uns in Behandlung sind, übernehmen wir gerne die Organisation und Anmeldung.