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Ganzkörper-MRT zur Früherkennung

Hochmoderne Vorsorgeuntersuchung für Organe, Gefäße und Wirbelsäule

Die Ganzkörper-MRT ist eine hochmoderne Vorsorgeuntersuchung, die zum Ziel hat bedrohliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehören Organerkrankungen, Tumoren und Gefäßveränderungen wie z.B Aneurysmen.

Die Untersuchung umfasst mehrere Körperabschnitte und bildet den Körper systematisch von Kopf bis Becken ab. Dazu zählen Kopf und Halswirbelsäule, Brustkorb und Brustwirbelsäule, Bauchorgane und Lendenwirbelsäule sowie das Becken mit seinen Organen

Was wird untersucht?

Kopf

Im Kopf beurteilen wir das Gehirn, die Hirngefäße und die großen hirnversorgenden Schlagadern am Hals. So lassen sich Schlaganfallrisiken wie Aneurysmen oder Engstellen frühzeitig erkennen.

Wirbelsäule

Die gesamte Wirbelsäule wird mittels Spezialsequenzen untersucht, um Verschleißerscheinungen sowie Bandscheibenveränderungen (wie zum Beispiel Bandscheibenvorfälle) bereits in einem frühen Stadium zu erkennen.

Gefäße

Die großen Körpergefäße sowie die Hirnarterien werden mitabgebildet, um Veränderungen wie Gefäßverengungen oder Gefäßaussackungen (Aneurysmata) frühzeitig zu erkennen.

Bauchraum und Becken

Im Bauchraum werden neben den Gefäßen hochaufgelöst die Leber, Milz, Nieren und die Bauchspeicheldrüse abgebildet. Auch vergrößerte Lymphknoten, die Hinweis auf entzündliche Veränderungen und Tumorerkrankungen sein können, können sehr genau erkannt werden. Die Magen- und Darmstrukturen werden zwar auch mit dargestellt, können aber in der MRT aufgrund der Darmbewegung nur eingeschränkt beurteilt werden. Das heißt, daß diese Untersuchung keine Magen- oder Darmspiegelung ersetzen kann.

Individuelle Ergänzungen

Zusätzlich lassen sich bei speziellen Fragestellungen einzelne Schwerpunkte ergänzen – etwa eine hochauflösende Prostata-MRT, eine Mamma-MRT oder eine Gelenkuntersuchung.

Für wen ist die Ganzkörper-MRT sinnvoll?

Besonders profitieren Menschen mit familiärer Vorbelastung für Tumorerkrankungen, Schlaganfälle oder Aneurysmen. Wenn in Ihrer Familie solche Erkrankungen gehäuft auftreten, kann die Ganzkörper-MRT frühzeitig Hinweise liefern, die die individuelle Vorsorge besser steuern.

Typische Einsatzbereiche im Überblick:

  • Familiäre Vorbelastung für Tumorerkrankungen oder Gefäßerkrankungen
  • Gesundheitsbewusste Patientinnen und Patienten ab etwa dem 40. Lebensjahr
  • Reduktion der Strahlenexposition nach häufigen CT- oder Röntgenuntersuchungen
  • Vorbereitung auf besondere körperliche oder berufliche Belastungen
Auch gesundheitsbewusste Patientinnen und Patienten ab etwa dem 40. Lebensjahr, die eine umfassende Standortbestimmung wünschen, sind gute Kandidaten für diese Untersuchung. Für viele ist die Ganzkörper-MRT der erste strukturierte Blick auf den eigenen Körper jenseits der klassischen Blutwerte.

Für Menschen, die bereits in der Vergangenheit mehrere CT- oder Röntgenuntersuchungen hatten und ihre Strahlenexposition in Zukunft niedrig halten möchten, stellt die strahlungsfreie Ganzkörper-MRT eine wertvolle Alternative dar.

Schließlich kann die Untersuchung vor großen beruflichen oder sportlichen Belastungen – etwa einer Expedition, einem Marathon oder einer länger geplanten Reise in Regionen mit eingeschränkter medizinischer Versorgung – einen beruhigenden Basis-Check bieten.

Ablauf der Untersuchung

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Vorbereitung & Aufklärung

Die Untersuchung beginnt mit einem Vorgespräch, in dem wir Ihre persönlichen Fragestellungen und Risiken besprechen und gemeinsam festlegen, welche Körperregionen und Zusatzsequenzen für Sie sinnvoll sind. Auf dieser Grundlage erstellen wir das individuelle Untersuchungsprotokoll.

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MRT-Untersuchung

Sie liegen dann entspannt auf dem Rücken im 3-Tesla-MRT. Die Untersuchungsliege wird für die unterschiedlichen Körperregionen in mehreren Schritten verschoben. Kopfhörer zum Lärmschutz und ein Notrufball gehören zur Standardausstattung.

In der Regel verabreichen wir gegen Ende der Untersuchung ein Kontrastmittel, das die Beurteilbarkeit vieler Organe deutlich verbessert. Es wird über einen kleinen Venenzugang injiziert und anschließend über die Nieren ausgeschieden.

Rechnen Sie mit einer reinen Untersuchungszeit von etwa 60 Minuten. Einschließlich Vorbereitung und Nachbesprechung sollten Sie insgesamt rund zwei Stunden einplanen. Auf Wunsch legen wir kurze Pausen ein.

Ihre Vorteile bei uns

Unser 3-Tesla-MRT mit 70 Zentimeter weiter Röhre macht eine lange Untersuchung erheblich angenehmer. Die Befundung erfolgt ausschließlich durch einen Facharzt, und auf Wunsch bieten wir Ihnen im Anschluss ein ausführliches persönliches Befundgespräch an – gerade bei einer so umfassenden Untersuchung ist der Dialog für viele Patientinnen und Patienten wichtig, um die Ergebnisse einordnen zu können.
Der schriftliche Bericht ist so aufgebaut, dass er sowohl für Ärztinnen und Ärzte als auch für medizinische Laien lesbar ist. Wir arbeiten mit einem strukturierten Vorlagensystem, das sicherstellt, dass keine Körperregion vergessen wird und dass Befunde immer im gleichen Format erscheinen.

Grenzen der Untersuchung

Bei aller Stärke der Ganzkörper-MRT ist es wichtig, auch ihre Grenzen offen zu benennen. Hohle Organe wie Magen und Darm lassen sich mit der MRT nur eingeschränkt beurteilen. Für diese Bereiche bleiben die Magen- und Darmspiegelung weiterhin die Methode der Wahl. Auch sehr kleine Tumore, insbesondere der Lunge, können der MRT entgehen – hier ist die Niedrigdosis-CT überlegen.

Die Ganzkörper-MRT ersetzt daher nicht die klassische Vorsorge, sondern ergänzt sie. Sie kann aber als umfassender Einstieg sehr wertvoll sein und die weitere individuelle Vorsorge gezielter steuern.

Icon FAQ Info

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist eine Ganzkörper-MRT wirklich sinnvoll, wenn ich keine Beschwerden habe?

Die wissenschaftliche Datenlage ist differenziert. Eine Ganzkörper-MRT ist keine klassische Kassenleistung, kann aber bei Risikopersonen und mit klarer Fragestellung einen erheblichen Mehrwert haben. Wir beraten Sie vor der Untersuchung ehrlich darüber, ob sie für Sie in Ihrer konkreten Situation sinnvoll ist.

Werden alle Krebsarten sicher erkannt?

Nein, eine hundertprozentige Garantie gibt es in der Medizin nicht. Sehr kleine Tumore oder hohle Organe wie Magen und Darm lassen sich mit der MRT nur eingeschränkt beurteilen. Für diese Bereiche sind eigene Untersuchungen wie Magen- und Darmspiegelung weiterhin unverzichtbar. Auch ersetzt diese Untersuchung nicht Spezialuntersuchungen der Brust, wie Mammographie, oder Mamma-MRT. Maligne Melanome der Haut sind mit der Ganzkörper-MRT auch nur eingeschränkt beuteilbar.

Was kostet die Ganzkörper-MRT?

Die Kosten für ein Ganzkörper-MRT werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Mehrere private Krankenkassen erstatten teilweise die Kosten, hier lohnt sich eine direkte Nachfrage bei der jeweiligen Krankenkasse. Gerne nennen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch einen verbindlichen Kostenvoranschlag.

Wie lange muss ich im MRT liegen?

Planen Sie etwa 45 Minuten reine Untersuchungszeit ein, inklusive Vor- und Nachbereitung rund zwei Stunden. Bei Bedarf legen wir Pausen ein.

Gibt es Kontraindikationen?

Herzschrittmacher älterer Bauart, bestimmte metallische Implantate und Cochlea-Implantate können die Durchführung erschweren oder ausschließen. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung alle Implantate mit. Für die allermeisten modernen Implantate ist die Untersuchung heute problemlos möglich.

Was passiert, wenn etwas Auffälliges gefunden wird?

Wir besprechen den Befund persönlich mit Ihnen und leiten – wenn Sie das wünschen – die weitere Abklärung bei der passenden Fachärztin oder dem passenden Facharzt ein. Die Entscheidung, ob und wie Sie weitere Schritte gehen, treffen immer Sie.  

Kontakt

Termine

Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per Email, für ausgewählte Bereiche auch über Doctolib

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