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Kardio-CT und Koronar-CT

Herz-CT und Kalziumscore zur sicheren Beurteilung Ihrer Herzgesundheit

Die Herz-CT (auch Cardio-CT oder Coronar-CT genannt), ist das modernste Verfahren zur nicht-invasiven Darstellung der Herzkranzgefäße. Innerhalb weniger Sekunden liefert sie hochauflösende dreidimensionale Bilder des Herzens, seiner Kammern und seiner Gefäße – ganz ohne Herzkatheter und ohne Klinikaufenthalt.

In den aktuellen europäischen und deutschen Leitlinien hat die Herz-CT einen festen Platz als Methode der ersten Wahl bei Verdacht auf eine chronische koronare Herzerkrankung. Der Grund: Sie kann eine koronare Herzerkrankung mit sehr hoher Sicherheit ausschließen. Ein unauffälliger CT-Befund bedeutet in der Praxis, dass eine relevante Engstelle der Herzkranzgefäße mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99 Prozent nicht vorliegt. Umgekehrt zeigt ein auffälliger Befund präzise, wo und wie stark eine Veränderung vorliegt – und ob sie einer weiteren Abklärung bedarf.

Technisch basiert die Herz-CT auf einem hochentwickelten Mehrzeilen-CT-Scanner, der mit einer EKG-Triggerung gekoppelt ist. Das bedeutet: Der Scanner nimmt seine Bilder genau in der Phase des Herzzyklus auf, in der sich das Herz am wenigsten bewegt. So entstehen scharfe Bilder eines Organs, das niemals stillsteht.

Wann ist eine Herz-CT sinnvoll?

Die häufigste Indikation sind neu aufgetretene Brustschmerzen oder eine ungewöhnliche Atemnot unter Belastung. Bei diesen Beschwerden will man sicher wissen, ob die Herzkranzgefäße die Ursache sind. Wenn ein Belastungs-EKG oder eine Herzecho-Untersuchung bereits stattgefunden haben, aber nicht eindeutig sind, kann die Herz-CT die notwendige Klarheit schaffen.

Typische Einsatzbereiche im Überblick:

  • Unklares Engegefühl in der Brust
  • Brustschmerzen oder/und Atemnot unter Belastung
  • Unklare Befunde nach Belastungs-EKG oder Echokardiographie
  • Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine koronare Herzerkrankung, zum Beispiel aufgrund von Diabetes, Bluthochdruck und familiärer Belastung
  • Verlaufskontrolle nach Bypass-Operationen

Kalzium Score-CT
(Agatston-Score)

Eine sehr kurze, strahlungsarme Untersuchung mit einer typischen Dosis unter einem Millisievert, bei der die Menge an Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen gemessen und als numerischer Wert (Agatston-Score) ausgegeben wird. Dieser Score ist einer der wissenschaftlich am besten untersuchten Biomarker der kardiovaskulären Medizin und hat in zahlreichen Studien seinen prognostischen Wert bewiesen. Ein Kalziumscore von 0 ist außerordentlich beruhigend, ein Wert über 400 hingegen ein klarer Hinweis auf ein hohes Risiko – selbst bei ansonsten unauffälligen Laborwerten.

Koronar-CT-Angiographie

Mit einer geringen Menge Kontrastmittel werden die Herzkranzgefäße direkt sichtbar gemacht. Engstellen, weiche Plaques und anatomische Besonderheiten wie Gefäßanomalien lassen sich so präzise beurteilen. Die Strahlenbelastung liegt dank moderner Dosissparverfahren heute in einem sehr akzeptablen Bereich und ist mit der einer Mammographie oder einer länger andauernden Flugreise vergleichbar.
Die Koronarkalkmessung im CT macht Verkalkungen der Herzkranzgefäße sichtbar und kann diese auch quantifizieren, d.h. das Ausmaß der Verkalkungen kann genau beziffert werden. Mit dieser Methode kann eine genaue Risikoeinschätzung bezüglich Herzerkrankungen erfolgen. Die Untersuchung wird ohne Kontrastmittel durchgeführt und weist insgesamt eine sehr geringe Strahlenbelastung auf. Empfohlen wird diese Untersuchung bei asymptomatischen Patienten mit einem mittleren Risikoprofil.

Ablauf der Untersuchung

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Vorbereitung & Aufklärung

Wir bitten Sie, am Untersuchungstag keinen Kaffee keinen schwarzen Tee, keine Energy-Drinks und keine dunkle Schokolade zu sich zu nehmen, da diese die Herzfrequenz erhöhen können.

Da die genaue Darstellung der Herzkranzgefäße das Verabreichen von Kontrastmittel durch die Venen erfordert, wird auf dem Untersuchungstisch ein intravenöser Zugang gelegt. Des Weiteren werden EKG-Elektroden auf Ihrem Brustkorb angelegt, um die Bildgebung auf den Herzrhythmus abzustimmen.

Für eine gute Bildqualität benötigen wir eine Herzfrequenz von unter 65 Schlägen/ Minute. Ist der Puls höher, wird – nach ärztlicher Prüfung – ein sogenannter Betablocker injiziert, der die Herzfrequenz senkt. Zusätzlich wird in der Regel mittels eines Sprays ein gefäßerweiterndes Medikament (Nitroglycerin) verabreicht.

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CT-Untersuchung

Die eigentlichen Bildaufnahmen dauern nur wenige Minuten. Dabei werden Sie mehrmals durch die breite Öffnung des Gerätes gefahren. Zunächst wird ohne Kontrastmittel der Kalkgehalt in den Herzkranzgefäßen gemessen. Kurz vor der letzten „Durchfahrt“ wird dann das Kontrastmittel injiziert, um die Herzkranzgefäße hochauflösend darzustellen. Dabei ist ein Wärmgefühl während der Injektion des Kontrastmittels völlig normal.

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Nach der Untersuchung & Befund

Nach der Untersuchung bleiben Sie noch einige Minuten zur Beobachtung in der Praxis, anschließend können Sie die Praxis wie gewohnt verlassen. Ein Fahrverbot besteht nicht. Im Anschluss erfolgt die Rekonstruktion der Bilddaten, die sorgfältige Begutachtung der Herzkranzarterien, die Berechnung des Kalziumscores sowie die Erstellung des Befundes mit dreidimensionalen Rekonstruktionen.

Unsere Expertise

Die Kardio-CT ist eine der technisch anspruchsvollsten radiologischen Untersuchungen überhaupt. Akquisition, Rekonstruktion und Befundung erfordern ein hohes Maß an Erfahrung. Unser Team verfügt über diese Erfahrung und arbeitet eng mit niedergelassenen Kardiologen und Hausärzten in der Region zusammen. Die Befunde sind so aufgebaut, dass sie sowohl dem Überweiser als auch Ihnen als Patientin oder Patient Klarheit über den Zustand Ihrer Herzkranzgefäße geben.
Icon FAQ Info

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Herz-CT gefährlich wegen der Strahlung?

Die effektive Dosis als Maß für die Strahlenblesatung liegt je nach Technik typischerweise zwischen 5 und 10 mSv. Für den diagnostischen Nutzen ist die Dosis sehr gut vertretbar.

Ersetzt die Herz-CT den Herzkatheter?

In vielen Fällen ja. Bei niedrigem bis mittlerem Risiko schließt eine unauffällige Koronar-CT eine relevante Engstelle mit sehr hoher Sicherheit aus. Nur bei klar auffälligem Befund ist anschließend eine Katheteruntersuchung sinnvoll – dann aber meist direkt mit Therapieabsicht, also mit der Möglichkeit, die Engstelle im gleichen Eingriff zu beseitigen.

Muß ich nüchtern kommen?

Nein. Sie sollten allerdings auf Koffein – also Kaffee, schwarzen Tee, grünen Tee und Energydrinks – verzichten, weil Koffein die Herzfrequenz erhöht.

Zahlt die Krankenkasse die Herz-CT?

Seit 2024 ist die Koronar-CT-Angiographie bei chronischer koronarer Herzerkrankung unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung. Für die Kalziumscore-Messung und als reine Vorsorgeuntersuchung ist sie in der Regel eine Selbstzahlerleistung. Wir beraten Sie gerne individuell.

Brauche ich eine Überweisung?

Empfohlen, aber nicht zwingend. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie uns anrufen oder direkt online einen Termin buchen.

Ich nehme bereits Blutdrucksenker. Kann ich trotzdem Betablocker für die Untersuchung bekommen?

In den allermeisten Fällen ja. Wir prüfen vorher Ihren Puls und Ihren Blutdruck und entscheiden individuell. Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen oder Asthma bronchiale wägen wir besonders sorgfältig ab.

Kontakt

Termine

Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per Email, für ausgewählte Bereiche auch über Doctolib

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